ich finde es insgesamt gut, dass über den sogenannten "schlankheitswahn" in der letzten zeit öffentlich viel diskutiert wurde!
ich selbst war nie wirklich bulimisch oder magersüchtig, jedoch ist mein essverhalten seit ich mit etwa 17 jahren viel abgenommen habe (nicht ohne grund: ich war stark übergewichtig) ziemlich gestört und obwohl ich von den menschen in meiner umgebung immer wieder höre, dass ich völlig "super" sei, fühle ich mich immer eher zu dick als in ordnung.
zu lästereien über dickere menschen kann ich sagen, dass mir viele sprüche die ich in meiner jugend zu hören bekommen habe immer noch präsent sind, auch wenn sie vielleicht spaßig gemeint waren. es wird über alles gelästert, dass nicht der norm entspricht, das können auch haarfarbe/pickel oder kleidung sein.

und obwohl wir uns alle als individualisten wahrnehmen und auf die meinungen anderer nach eigener aussage gut verzichten können, ist es doch das bestreben, sich möglichst wenig durch äusserlichkeiten abzuheben, besonders in hinsicht auf die figur.

ob die medien einen beitrag zum "schlankheitswahn" leisten? mir scheinen sie das unterbewusste ideal-bild eines körpers "einzutrichtern". auch wenn ich mir darüber im klaren bin, dass die model-mädchen sicher nicht völlig ungezwungen mit nahrung umgehen, viele sicher auch drogen (kate moss) nehmen und im übrigen nichts anderes zu tun haben als gut auszusehen und dafür alles tun können (sport/trainer/ess-berater) - das bild dieser schlanken körper ist in meinem kopf; es ist ein ideal das viele und auch ich unterbewusst für erstrebenswert halten.

an der situation wird sich meiner meinung nach erstmal nichts ändern - es sei denn, bald bricht eine hungersnot oder etwas in der art aus - dann wird "rund" wieder schön und erstrebenswert - man schaue sich einfach einmal bilder von frauen/schauspielerinnen aus den 50er jahren an!

das ideal ist doch letztlich immer das, was eben nicht alle erreichen können!